Testament schreiben

Durch die Anfertigung eines Testaments können Sie selbst bestimmen, wem Sie im Falle Ihres Ablebens etwas hinterlassen möchten. Das Wichtigste an einem Testament ist seine Gültigkeit. Ist es ungültig, kann Ihr letzter Wille nicht in Kraft treten. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie Ihr Testament zusammen mit einem Notar verfassen, da dieser die genauen Regelungen kennt.

Notarielles Testament

Ein notarielles Testament, welches mithilfe eines Notars verfasst wird, ist weder wirksamer noch besser als ein privat verfasster letzter Wille. Es garantiert jedoch die Vermeidung von Formfehlern und dadurch die Gültigkeit des Testaments. Beispielsweise können mündlich vorgetragene Informationen von dem Notar zu einem Schriftstück zusammengefasst werden. Das Testament wird dann beim zuständigen Amtsgericht verwahrt.

Privates Testament

Es ist Ihnen zudem möglich, Ihr Testament ohne die Einbindung eines Notars zu verfassen. Sie müssen dafür volljährig, voll geschäftsfähig und geistig in der Lage sein, die Tragweite eines Testaments zu begreifen sowie Geschriebenes zu lesen.

Um die Gültigkeit Ihres privaten Testaments zu garantieren, müssen Sie es außerdem komplett eigenhändig schreiben, mit Datum (Tag, Monat, Jahr) und Ort sowie anschließend mit Ihrer Unterschrift versehen. Die Unterschrift muss sowohl den Vornamen als auch den Nachnamen enthalten. Es ist unwirksam, wenn es unleserlich oder mithilfe eines Computers geschrieben wurde.

Ehegattentestament

Durch das Ehegattentestament haben Ehegatten beziehungsweise eingetragene Lebenspartner die Möglichkeit, ein gemeinsames Testament zu verfassen. Dieses muss lediglich durch einen der beiden Partner eigenhändig geschrieben werden. Der jeweils andere kann es sich dann durch einen Satz wie „Dies ist auch mein Wille“, die Angabe des Datums (Tag, Monat, Jahr) und des Orts sowie seine Unterschrift zu eigen machen.

Meist ist es im Ehegattentestament vorgesehen, dass der hinterbliebene Lebenspartner das gesamte Vermögen des jeweils anderen erbt. Falls Kinder vorhanden sind, können diese in einem gemeinsamen Testament als Nacherben eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass erst der Vorerbe, also hier der Ehegatte, das komplette Erbe erhält. Nach dessen Tod erben dann die Kinder. Dies verhindert jedoch nicht, dass die Kinder bereits beim Tod des ersten Ehegatten den Pflichtteil verlangen. In einem gemeinsamen Testament kann geregelt werden, dass beim Tod des zweiten Ehegatten die Kinder ebenfalls auf den Pflichtteil beschränkt sein sollen. Dies soll verhindern, dass die Kinder beim Todesfall des ersten Ehegatten nicht ihren Pflichtteil geltend machen.

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